Paradigmenwechsel in der Nierenheilkunde: Neue Therapieansätze bei chronischer Nierenkrankheit
Die Behandlung der chronischen Nierenkrankheit (CKD) erfährt einen bedeutenden Wandel. Statt allgemeiner Empfehlungen stehen nun konkrete, wirksame Therapiekonzepte im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben sind die GLP-1-Rezeptor-Agonisten, wie Semaglutid, die ursprünglich zur Diabetesbehandlung entwickelt wurden und nun auch als „Abnehmspritzen“ gelten. Diese Medikamente könnten helfen, das irreversible Nierenversagen, das häufig das Endstadium von CKD darstellt, zu verhindern.
Die Behandlung der chronischen Nierenkrankheit (CKD) erfährt einen bedeutenden Wandel. Statt allgemeiner Empfehlungen stehen nun konkrete, wirksame Therapiekonzepte im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben sind die GLP-1-Rezeptor-Agonisten, wie Semaglutid, die ursprünglich zur Diabetesbehandlung entwickelt wurden und nun auch als „Abnehmspritzen“ gelten. Diese Medikamente könnten helfen, das irreversible Nierenversagen, das häufig das Endstadium von CKD darstellt, zu verhindern.
Berlin, 25. September 2024. Auf der 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN) vom 26. bis 29. September 2024 in Berlin wird das Thema „Neue Nephrologie“ behandelt, wobei neue Therapieoptionen und Fortschritte in der Krankheitsdiagnostik im Fokus stehen.
Fortschritte in der Behandlung von CKD
Professor Dr. med. Martin Kuhlmann, Präsident der DGfN, betont, dass die Behandlungsmöglichkeiten für CKD in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben. Während RAAS-Blocker über zwei Jahrzehnte hinweg Therapiestandard waren, bieten neue Medikamente wie SGLT-2-Hemmer und Finerenon vielversprechende Ansätze zur Verlangsamung des Nierenfunktionsverlusts.
Die FLOW-Studie hat gezeigt, dass GLP-1-Rezeptor-Agonisten nicht nur das Gewicht signifikant reduzieren können – bis zu 17 Prozent – sondern auch das Risiko schwerwiegender Nierenerkrankungen und kardiovaskulärer Komplikationen um 24 Prozent senken. Diese Effekte sind unabhängig davon, ob Patienten bereits mit SGLT-2-Hemmern behandelt werden.
Forschung und Zukunftsperspektiven
Die DGfN plädiert für eine intensive Forschung, um neue Erkenntnisse aus dem Labor in die klinische Praxis zu übertragen. Ein geplantes Forschungsnetzwerk, das als Deutsches Zentrum für Nierengesundheit (DZNG) fungieren soll, wird die Entwicklung innovativer Behandlungsmethoden unterstützen.
Die Auswirkungen dieser neuen Therapieansätze auf die Nierenheilkunde werden in einer hybriden Pressekonferenz am 27. September 2024 diskutiert. Interessierte können sich ein Video zur Rolle von GLP-1-Rezeptor-Agonisten bei CKD ansehen, präsentiert von Professor Dr. Johannes Mann.
Quelle: https://www.dgfn.eu/pressemeldung/weniger-nierenversagen-und-dialysen-moeglich.html
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